Die Mannschaft am Ruder des Geisterschiffs

June 11th, 2010 by Jordan No comments »
    Ricke:
    “In der politischen Debatte wird auch darüber nachgedacht, ob das Mandat, das die Bundeswehr in Afghanistan hat, ausreicht. Brauchen wir ein klares Bekenntnis zu dieser kriegerischen Auseinandersetzung und vielleicht auch einen neuen politischen Diskurs?

    Köhler:
    “Nein, wir brauchen einen politischen Diskurs in der Gesellschaft, wie es kommt, dass Respekt und Anerkennung zum Teil doch zu vermissen sind, obwohl die Soldaten so eine gute Arbeit machen. Wir brauchen den Diskurs weiter, wie wir sozusagen in Afghanistan das hinkriegen, dass auf der einen Seite riesige Aufgaben da sind des zivilen Aufbaus, gleichzeitig das Militär aber nicht alles selber machen kann, wie wir das vereinbaren mit der Erwartung der Bevölkerung auf einen raschen Abzug der Truppen. Und aus meiner Einschätzung ist es wirklich so: Wir kämpfen dort auch für unsere Sicherheit in Deutschland, wir kämpfen dort im Bündnis mit Alliierten auf der Basis eines Mandats der Vereinten Nationen. Alles das heißt, wir haben Verantwortung. Ich finde es in Ordnung, wenn in Deutschland darüber immer wieder auch skeptisch mit Fragezeichen diskutiert wird. Meine Einschätzung ist aber, dass insgesamt wir auf dem Wege sind, doch auch in der Breite der Gesellschaft zu verstehen, dass ein Land unserer Größe mit dieser Außenhandelsorientierung und damit auch Außenhandelsabhängigkeit auch wissen muss, dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen negativ durch Handel, Arbeitsplätze und Einkommen. Alles das soll diskutiert werden und ich glaube, wir sind auf einem nicht so schlechten Weg.”

(Horst Köhler am 22.5.2010 im Deutschlandfunk,
Link zum Originalinterview:

http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&broadcast=348714&datum=20100522
&playtime=1274507517&fileid=c6f918db&sendung=348714
&beitrag=1188780&/%3C/blockquote

Transskript:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1188780/ )

Da macht man sich so seine Gedanken…
http://www.horst-koehler-consulting.de/index.html

Zu wenig Gedanken, denn es ist keine so kleine Mannschaft am Ruder des Geisterschiffs, die da zerrt und greift, verzerrt und keift. Nein, die Möchtegerne-und-will-Alles füllen Reihen um Reihen der Parlamente.

Eine Parallelwelt des Parasitismus.

Wenn man sie läßt…

Kandidaten mit Vergangenheit,
Kandidaten der Vergangenheit,
und alles ohne Zukunft…

June 4th, 2010 by Jordan 1 comment »

Die Zahl der Kandidaten wird vergrößert. Sieh an, die Parteien werfen Ballast ab.

Früher sandte man unliebsame Gesellen – Gegner, Verwandte – ins Kloster, auf daß sie stille seien und keine Konkurrenz für die eigene Herrschaft. Kandidaten mit Vergangenheit, Kandidaten der Vergangenheit, und alles ohne Zukunft…

Dann nehmt doch Nietzsche! Der Mann hatte was zu sagen, dafür ist er jetzt handlich und im Buchformat und schweigt. Apanage kostet er auch nicht; der Steuerzahler wird es danken.

Direktwahl: Wählen Sie den Bundespräsidenten!

June 3rd, 2010 by Jordan No comments »

Sollen Parteienklüngel und Korruption “verdienten Parteimitgliedern” Ruheplätze zuschieben oder soll endlich sinnvolle Politik betrieben werden?

Zur Volksabstimmung:

*** DAS ABSTIMMUNGS-FORUM ***

Da geht er hin, der Präsident…

June 2nd, 2010 by Jordan 1 comment »

Der Fünfte Stand, die Blogosphäre, befand die Befreiung von bundesdeutschen Handelswegen im tiefsten Afghanistan wenig befreiend, eher beklemmend.

Das war’s. Er ging.

Süddeutsche Zeitung: “Der Schubs der Blogosphäre”
http://www.sueddeutsche.de/digital/ruecktritt-des-bundespraesidenten-koehler-der-schubs-des-blogosphaere-1.952716

Was nun? Eine Lotterie von Nieten? Hatten wir nicht gerade eine?

Germany’s next Bundespräsident zeigt das Barometer des Erschreckens, die Palette von Edmund Stoiber, Steffi Graf, über Stefan Raab und Ursula von der Leyen bis Hape Kerkeling, ebenbürtig Ebenbürtigem. An amerikanischen Universitäten würde jetzt ein Hund gewählt.

Merke:
1. Maniriertheit ist keine Würde.
2. Handelswege befreit man am Horn von Afrika.

We are not amused.

J
-30-